Tour Nr.8 : Dolomiten - Kur

Bericht




Die klassische große Runde – für alle, die nicht genug bekommen können.

Das Motorradfahren ist mit harten Prüfungen verbunden. Da wären einmal die strengen Regeln der Physik. Umfallen, Stürzen, Schleudern – nahezu alles hat damit zu tun. Und dann die Kapriolen des Wetters. Aber das weiß man spätestens nach der Fahrschule ohnehin.

Hat man die überstanden und das rosa Papierl in der Hand, geht’s endlich ans Fahren. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Ins Kaffeehaus oder in den Eissalon. Über die tägliche Hausstrecke oder – in ferne Länder. Mag mancher meinen, die läppischen paar hundert Kilometer, sagen wir von Wien bis Südtirol, hätten mit Ferne noch nichts zu tun – das sei dahingestellt. Ein echter Reisender auf zwei Rädern muß, um endlich zur Sache zu kommen, in den Dolomiten gewesen sein.

Da gibt’s die klassische große Runde und/oder die kleinen, besonders feinen Gustostückerln, vor allem für die Fortgeschrittenen. Und für solche, nämlich alle, die schon eine Hornhaut auf dem Allerwertesten haben, ist diese heutige Route.

Auf geht’s noch im Morgengrauen. Mehr als 400 Kilometer stehen an, und keiner will auf die gewohnten Kaffeepausen verzichten. Mag der Südtiroler, durch dessen Gefilde wir kommen, nicht immer als Italiener tituliert werden wollen – der Kaffee ist und bleibt italienisch. Und das muß so oft wie möglich ausgenützt werden.

Der Einstieg erfolgt über die Brenner Bundesstraße (siehe Tour Nr. 7, nur umgekehrt) und über die Superstrada zwölf bis Sterzing. Und ab da geht’s hinein ins Vergnügen. Das Penser Joch ist ein Gustostück aus engen, raschen Kurvenfolgen, recht schmal, mit einer Weidezone im Paßbereich. Was heißt: Kühe auf der Straße! Und deren Fladen. Deshalb ist es recht fein, die oder der erste der Meute zu sein!


back top Seite 1 von 3 >