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Tour Nr.11: Dreiländer-Karussell
Bericht
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Der erste Blick aus dem Fenster ist ein Schock: Wer hat die Gegend weggetragen? Man sieht ja nichts! Dichter Nebel vor dem Fenster.
Oder akute Erblindung? War was im Schnaps?
Geduld, Geduld, die Sonne ist ja schon da, wenn sich ihre Strahlen vorerst auch nur mühsam durch die graue Suppe bohren müssen.
Nach dem Frühstück ist die Welt wieder da. Es waren nur die Schleier der feuchten Nacht, die allerdings ihre Spuren spürbar auf der
Straße hinterlassen haben. So sind die ersten Kilometer ein wenig ein Eiertanz. Da ist es einmal ein Glück, wenn die Straße im wesentlichen
schnurgerade verläuft. Beim , bei Guggenberg, hat die Wärme der Sonne schon das Ihre getan, um dem Untergrund
wieder zu Haftfähigkeit zu verhelfen – bis auf die reichlich verteilten „Krampfadern„, sprich Bitumen-Patzen, welche die Straßenoberfläche allzu
reichlich durchziehen.
So viel Herzklopfen zum Aufwachen wäre nicht nötig gewesen! Da braucht’s auf der Paßhöhe nicht einmal mehr
Kaffee, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Auf italienischer Seite ist der Passo di Pramollo zwar Asphalt-mäßig rauher, aber recht
verläßlich – bis auf die winkeligen Tunnels, deren löchriges Kopfsteinpflaster keine Konzentrationsschwächen aufkommen läßt.
ist Erholung angesagt. Auf der SS 13, der in vor-Autobahn-Zeiten berüchtigten, weil zugestauten, Kanaltal-Bundesstraße geht es bis
Chiusaforte flott und zügig weiter.
Die Sella Nevea wiederum ist ein Nach- und Vorgeschmack, auf das was hinter uns liegt und noch auf uns wartet! Nach Überquerung der
Scheitelstrecke des Passo di Predil und somit dem Grenzübertritt von Italien nach Slowenien (hier gibt’s noch Paßkontrollen!) haben auch die
Gebückten und jene mit härter gefederten Geräten wieder viel zu lachen. Der Asphalt pickt, daß es eine Freude ist! Hier scheint das
grausliche Bitumen-Zeugs auch noch unbekannt zu sein. Über Risse und Spalten im Straßenbelag hupfen breite Reifen gutmütiger hinweg als
über das eisglatte schwarze Horror-Zeugs.
Jedenfalls ist’s Zeit einzukehren. Entlang der Soča (der slowenische Name für den Isonzo) steht ein einladendes Wirtshaus nach dem anderen.
Ein Blick auf die Speisekarte zeigt, daß das Meer nicht allzu weit entfernt ist. Die Tintenfischgerichte zum Beispiel sind vom Feinsten, (leider) auch der Wein!
Aber auch ohne den Rebensaft läßt sich das einzigartigen Farbenspiel des blau-grünen Flusses im von Wäldern und hochauf ragenden Felsen
gesäumten Tal zutiefst genießen.
Ein Genuß der anhält, auf dem Weg zum Vrsič-Paß.
Spätestens hier wünscht sich so mancher Supersport-Fahrer eine Enduro oder etwas in der Art herbei: 51 Kehren sind’s insgesamt, hinauf und dann
wieder hinunter. Der Anstieg, egal von welcher Seite, rechtfertigt ein Päuschen auf der Paßhöhe. Vor allem aber wegen des imposanten Ausblicks,
sowohl nach Norden, als auch nach Süden. Experten ziehen die Auffahrt von Krajnska Gora aus vor. Die Kopfsteinpflaster-Kehren sind aber in jedem Fall in
beiden Richtungen sehr spannend!

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