Tour Nr.9 : Südtiroler Gelage, Osttiroler Abendessen

Bericht




Das Menü:Timmelsjoch, Jaufenpaß, Falzarego, Staller Sattel.

Viele Wege führen nach Rom. Ähnlich verhält es sich mit Südtirol. Einmal oder zweimal kreuz und quer durch die Dolomiten und ihre Nachbarn gefahren, das sagt noch gar nichts. Unzählige Routen führen da durch, auch wenn man das eine oder andere Mal einen Paß mitnehmen „muß„, den man schon kennt. Das schadet aber nicht, sondern verhilft der Übung auf die Sprünge. Man denke nur an die eigenen Hausstrecken! Sei es für den Wiener die Dopplerhütte oder für den Mariazeller der Anna- und Josefsberg oder für den Tiroler das Hahntennjoch.

Gut, den Weg von Serfaus ins Tal, den kennen wir schon. Und das Stück bis Landeck auch. Von da an geht’s ins Ötztal hinein. Breit, gut ausgebaut, eine Folge des Ski-Tourismus. Hier ist übrigens die Heimat der berühmten Geierwally, nämlich in Sölden. Von da führen etliche Kehren, entlang der Gurgeler Ache hinauf, zum Timmelsjoch. Ein paar Kilometer nach der Paßhöhe folgt jener Tunnel, der im Winter zugesperrt wird. Drinnen heißt’s haarscharf aufpassen und möglichst keine heftigen Bewegungen an Lenker und Bremse zu vollführen. Kann nämlich sein, daß sich ein bisserl eine Eisplatte drin, im tiefen Dunkel gehalten hat (aber das ist eher im frühen Frühjahr der Fall).

Immer an der Felswand entlang, in geradezu schwindelnder Höhe geht es weiter in Andreas Hofers Heimat, hinunter ins Passeier Tal. Bei der Abfahrt sind besonders Auto-Touristen aus den flachen Regionen Europas im Auge zu behalten. Nicht alle sind diesem Höhenweg hundertprozentig gewachsen!

Nach St. Leonhard folgt ein „alter„ Bekannter, der Jaufenpaß. Sterzing, Brixen und Sonnenburg hinter uns gelassen, fädeln wir uns ins nicht sehr viel befahrene Gadertal ein, um uns über den Passo di Valparolo wieder ins große Dolomiten-Karussell einzuschleusen. Aber nicht für lange. Cortina d’Ampezzo durchkreuzt (und nötigenfalls nachgetankt), erwartet uns der noch recht frisch renovierte Passo Tre Croci.

Danach folgt ein recht dicht bewaldeter Abschnitt, der in einzelnen Kurven einen Blick und Vorgeschmack auf die wahrscheinlich berühmtesten Dolomitengipfel freigibt: Die Drei Zinnen. Doch unsere Gefährten, alles weniger Bergsteiger denn Motorradfahrer, ziehen es vor, eines der zahlreichen Kaffeehäuser am wunderschönen Lago di Misurina zu stürmen und die Nase in die Sonne zu halten. Ist hier ja auch ein reger Wechsel an Bikern aus aller Herren Länder, und da gibt es viel zu schauen!


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