Tour Nr.7 : Zu lichten Höhen

Bericht




Hochschaubahn zwischen Österreich, der Schweiz und Südtirol.

„Sonnig und warm in allen Höhenlagen, mit nur vereinzelten Wolkenfeldern, die das sommerliche Hoch kaum trüben werden", vermeldet der Wettermensch im Radio.

Na, wer sagt’s denn. Wenn Engerl reisen, dann ist’s auch schön. Haben ja auch alle brav aufgegessen und jedes Glas fein säuberlich bis zum Grund geleert!

Die erste Übung des Tages: Hinunter ins Tal, zum kollektiven Tanken. Das passiert uns nicht mehr, daß einer stehenbleibt, allein auf weiter Bergeshöh‘, wo nicht einmal mehr das Handy funktioniert, und wir einen Suchtrupp ausschicken müssen. Weil’s noch so früh ist, fahren wir nicht die Direttissima von Serfaus nach Prutz, sondern schlängeln uns über ein paar Seitenpfade hinunter. Zum Warmfahren.

Flotter geht’s dann schon in Richtung Reschenpaß dahin; noch dazu, wenn in aller Früh so wenig Verkehr ist. Die beherzte Fahrt wird jedoch jenseits der Grenze jäh gebremst: Eine Kuh kennt sich nicht mehr aus und galoppiert wild zwischen Autos, Motorrädern und Bussen umher, der Hirt atemlos hinterher, flankiert von hektischen Hunden. Weshalb wir mit gutem Grund die erste Kaffeepause machen.

Das war auch nötig. Denn die Anfahrt zum Umbrail-Paß bietet vor allem Supersport-Fahrern eine konzentrationsfördernde Überraschung: Rollsplitt! Das ändert sich nach etlichen Kilometern und Kehren grundlegend: In Schotter. Der allerdings dann schon die leichte Übung ist. Wenigstens ist der Untergrund halbwegs fest. Doch oben ist für alle Bike-Typen die Welt wieder in Ordnung: Asphalt, und bald auch noch italienischer! Die Wirkung des Kaffees ist angesichts der beachtlichen Höhe des Stilfser Jochs sofort verpufft. Mittagessen heißt die Devise. Draußen, auf der Terrasse, was angesichts der knapp 3.000 Meter Höhe ein seltener Genuß ist! Oft schneit’s hier oben – auch im Hochsommer.


back top Seite 1 von 3 >